GOLDENE REBEN / UNSERE WÜRDE
GOLDENE REBEN / UNSERE WÜRDE
In mir fühle ich Erde verbrannt,
das große Los nicht gelebt,
doch weiß ich, dass ich selbst gehen muss.
Was ist bloß mit uns geschehen?
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Ich kann es nicht richtig aussprechen.
Die Stille wird Dir mehr über mich erzählen.
Mein Herz kann sich nicht weiter quälen,
mein Geist braucht Ruhe.
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Egal was ich sehe, und egal was ich tue,
es sind immer Aspekte – Doch die Harmonie
zwischen uns möchte hergestellt werden.
Ich muss einfach begreifen, es gibt noch
mehr auf der Erde, und Du bist nicht der einzige Mensch,
den ich im Herzen erkenne.
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Es fällt mir schwer mich zu trennen,
doch ich mache es einfach.
Du kannst dein Schwert wieder nehmen,
und ich nehme meines um Entscheidungen
zu treffen.
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Du weißt, dass ich kämpfe,
doch möchte ich nicht diesen Kampf gegen Dich führen,
ich möchte meine Kraft nutzen. Im Kern
der Sache liegt schon ein anderes Bewusstsein.
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Ein Standbein brauche ich um Dich zu sehen.
Ein anderes um mit der Kunst zu leben.
Bitte lass uns keinen Dunst mehr reden,
jeder muss es für sich selbst durchdringen.
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Doch lass uns gehen in die Freiheit eines jeden.
Wenn wir uns ständig sehen, können wir
uns nicht mehr kennen. Ich weiß ich muss
gehen, und ich muss Vertrauen haben in
meinen Weg. Ich lebe auch nur meine Gaben
so gut, wie es geht.
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Ich halte nicht fest an den Worten,
doch verlier´ mich in Schrift, solange
bis ich mich finde. Ich finde mich in
der Stille. Ich finde mich in anderen
Menschen, doch meine Liebe bleibt auch
bei Dir. Es ist besser wenn wir uns trennen,
dann kann alles in seiner Weite wirken.
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Leider hab´ ich`s noch nicht kapiert,
was es jetzt ganz für mich bedeutet.
Du brauchst die Distanz. Du brauchst
eine Lücke, die Du selbst füllen kannst,
weil ich es nicht kann.
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Ich bin nicht der Mann, den Du Dir
gewünscht hast. Und am besten bin
ich in einem anderen Raum.
Dass wir alleine sein müssen für uns,
das wird schon seine Gründe haben.
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Ich wähle jetzt einfach den Frieden.
Wenn ich so weitermache, dann kriegt
es uns, denn ich und Du wir sind zu
verschieden.
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So kenn´ ich die Einheit der Seelen.
Doch kann es mit Dir noch nicht leben.
Ich danke Dir für die Kunst – Was wir
geschaffen haben kann uns keiner mehr nehmen.
Ich bin so alleine wie damals,
als mich Mutter und Vater verlassen haben,
und als eine Frau und Gefährtin starb,
wobei ich dachte wir könnten es schaffen.
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Vielleicht ist es alles Erinnerung.
Und ich will es gar nicht vernachlässigen.
So einen Streit will ich gar nicht haben.
Ich hab´s nicht verursacht im Ganzen –
es war schon da.
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Ich hab´ es verursacht im Ganzen,
denn ich war nicht ganz da.
Es schwebten immer noch Teile in
an mich gebundene Welten. Was mir hilft
dabei zu ordnen, ist allein das Gewahrsein.
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So ist die Liebe nicht verloren. Denn ich
möchte einfach nur da sein. Doch in dieser
Konstellation schaffe ich es nicht.
Du brauchst dein Leben mit Familie.
Vielleicht formt sich ein Weg für Uns.
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Doch diese Krise ist nur wie geschaffen
für mich, damit ich mich selbst erkenne,
damit ich mich von dem Seltsamen trenne.
Ich gebe mir selbst viele Namen und
mache aus unterschiedlichen Perspektiven
etwas, damit sich die Aspekte ergänzen.
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Vielleicht erkennen wir uns. Vielleicht
ist es nicht so wichtig. Mein Gefühl sagt, bitte
trennen wir uns, doch lasse mich so
nicht hängen.
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Und ich klettere hinaus
durch ein Fenster zur Kunst des Lebens
und werde älter.
Vielleicht bin ich eines Tages weise.
Doch in deinem Kreis bilde ich immer
wieder nur ein kleines Licht.
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Ich habe die Tage beleuchtet, und zwar
von verschiedenen Seiten.
Du weißt gar nicht, was Du mir
bedeutest. In der Tiefe ist es heilig.
Wenn ich liebe ist es ganz leicht,
doch ich muss mich um anderes kümmern.
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Es ist eine Notwendigkeit. Was uns widerfahren ist,
sei es nur günstig.
Ich trinke keinen billigen Wein,
sondern lasse die Flasche jetzt stehen.
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Goldene Reben sollen uns heimführen –
Ich gehe als hätte ich bald hier schon
alles geschehen. Doch ist es nur eine
Falle, weil ich mich in Dir wiedererkenne.
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Es ist allerdings nichts mehr beim Alten. Ich möchte
meine Kraft nicht mehr verschwenden.
Dennoch glaube ich nicht, dass es
umsonst war. Und habe ich alles dafür gegeben.
Ich falle durch die Tür ins Leben. Unsere Würde,
mag sie strahlen für jeden.
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Alles Liebe
Marco Aaron Graupp
